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Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin nicht Mitglied des Justizausschusses, aber ich betrachte diese Regierungsvorlage einfach aus der Sicht der Familienpolitikerin, aus der Sicht einer sechsfachen Großmutter und auch aus der Sicht einer Mutter von zwei Töchtern, die in unterschiedlichen Partnerschaften leben.

 

Ich sage, wir haben Kinderrechte in der Verfassung festgeschrieben. Kinder haben Rechte auf Liebe, auf Zuneigung. Sie haben das Recht auf Eltern und sie haben das Recht auf Mutter und Vater. Und das ist so.

 

Erwachsene haben das Recht und die Entscheidungsfreiheit, zusammenzuleben mit wem sie wollen. Da darf der Staat nicht einschreiten, da muss jeder für sich entscheiden, welche Lebensform er wählt. Aber für Erwachsene gibt es kein Recht auf ein Kind. Und das gilt für heterosexuelle Partnerschaften genauso wie für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Kinder dürfen nicht zum Spielball persönlicher Befindlichkeiten oder Selbstverwirklichung werden.

 

Wenn wir alle, wie wir hier sitzen, sagen, es geht uns um das Kindeswohl, dann glaube ich das jedem Einzelnen meiner Kolleginnen und Kollegen. Aber da muss ich mich immer wieder fragen, was in der jeweiligen Situation das Beste für das Kind ist. Das Beste für das Kind sind unbestritten konstante männliche und weibliche Bezugspersonen, die verlässlich sind und dem Kind Sicherheit geben.

 

Es nützt auch dem Kind, wenn wir ständig das Familienrecht verbessern. Das ist ganz klar. Ich verweise gerade auf die Verbesserung der täglichen Obsorge-Angelegenheiten, die wir gemacht haben, auch für Kinder, die in eingetragenen Partnerschaften leben, auch das ist richtig.

 

Aber darf ich noch meinen dritten Gedanken fortführen. Was nützt es wirklich dem Kind, einem achtjährigen, einem neunjährigen Kind, wenn es in die Lage gebracht wird, dass es seinen Freunden in der Schule erklären muss, dass es zwei Väter oder zwei Mütter hat? Was nützt es dem Kind, wenn es in eine Situation gebracht wird, die Druck erzeugt und mit einer Zwangslage und auch mit einer Überforderung verbunden ist?

 

Daher sage ich, es spricht nichts oder wenig dafür. Daher werden wir diese Regierungsvorlage ablehnen, denn sie ist letztendlich auch ein Schritt weiter in Richtung Freigabe der Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare. Und das lehnen wir ab.

 

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